Trennungsstress beim Hund

Veröffentlicht am 1. März 2026 um 10:41

Wenn der Hund nicht alleine bleiben kann

Der Hund bellt beim Verlassen des Hauses, er zerkratzt Türen, Fenster, ist unsauber wenn sie nicht da sind. Manche bleiben die ganze Zeit vor der Haustür und warten, bis sie wieder daheim sind, andere laufen die ganze Zeit durchs Haus ohne zur Ruhe zu kommen. Wiederum andere lecken sich die Pfoten Wund. All das sind Symptome von Trennungsstress!

 

Grundsätzlich ist es für Hunde unnatürlich alleine zu bleiben, in der Natur wäre es für den Welpen tödlich, sich von den erwachsenen Tieren oder den Wurfgeschwistern zu entfernen. Das Problem liegt oft daran, dass unsere Haushunde zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt werden, dies begünstigt im weiteren Leben Trennungsstress enorm. Junge Hunde müssen langsam ans Alleinsein gewöhnt werden, wird er auf einmal zu lange allein gelassen, ist es kaum zu schaffen.

Niemals zerstört ein Hund aus Trotz! Oder will ihnen eins auswischen! Seien sie nicht wütend, ihr Hund stand in dem Moment unter großem Stress!!!

Darum gilt es auf eine genaue Analyse zu achten, warum der Hund nicht alleine bleiben kann. Um schon vor dem Training die richtigen Managementmaßnahmen zu ergreifen!

 

Welche Gründe gibt es für Trennungsstress beim Hund:

  • Umzug, Verlust der gewohnten Umgebung
  • Der Hund hat nie gelernt alleine zu bleiben
  • Der Hund wurde zu früh und zu lange alleine gelassen
  • Krankheiten wie z. B. Schilddrüse, Diabetes, Taubheit, ect.
  • Besitzerwechsel
  • Gewohnter Tagesablauf wurde geändert
  • Plötzlicher Wegfall eines Sozialpartners (Trennung oder Tod der Bezugsperson oder eines Hundekumpels)
  • Zu häufiges Alleinsein
  • Manchmal auch Langeweile, bei komplett unterforderten Hunden
  • Alte Hunde!

 

Trainingsgestaltung:

  • Kleinschrittig!
  • Seien sie geduldig!
  • Welche Auslöser gibt es?
  • Trainieren sie an den Auslösern - z. B. Schlüssel in die Hand nehmen - bis er nicht mehr reagiert.
  • Verlängern sie die Zeit zu Beginn, wo sie alleine raus gehen, sehr langsam!
  • Wenn nicht trainiert wird, bleibt ihr Hund noch nicht alleine.
  • Organisieren sie für die erste Zeit eine Hilfsperson die sie unterstützt oder einen lieben Gassigeher.
  • Führen sie ein Signal ein, das dem Hund sagt mein Mensch kommt gleich wieder, z. B. "Bin gleich wieder da". Dazu gehen sie kurz raus und kommen sofort wieder herein.
  • Nutzen sie eine Videoüberwachung.
  • Lassen sie Fernseher oder Radio laufen.
  • Zusätzlich Entspannungsduft oder Entspannungsmusik aufbauen.
  • Erst alleine lassen, wenn sie sauber trainiert haben! Ansonsten gibt es immer wieder Rückschritte sobald er in Trennungsstress fällt!

Grundsätzlich sollte ein Hund nicht länger als ungefähr 5 Stunden allein sein müssen!

 

Was sollten Sie keinsfalls tun!

 

Bitte sperren sie den Hund auf keinen Fall in eine Box! Das Schließen der Tür ist lauf Tierschutzgesetz in Österreich verboten, falls sie eine Box als gemütlichen Rückzugsort aufbauen wollen (die meisten Hunde lieben den Höhlencharakter) trainieren sie kleinschrittig und nutzen sie zur Begrenzung und für mehr Bewegungsfreiheit, Absperrgitter für Türen oder auch breitere individuelle aufstellbare Babygitter! Ebenso verboten sind Anti-Bellhalsbänder oder Sprühhalsbänder, die Schreckreize verursachen (oft durch Stromschläge oder Citrusspray!

 

Sie brauchen Hilfe beim "Alleinsein Training"? Oder einen genaueren Ablauf der einzelnen Trainingsschritte? Ich helfe gerne weiter!!! 

 

 

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