Immer dieses Anspringen

Veröffentlicht am 2. April 2026 um 09:49

So bleibt dein Hund am Boden

Manche Hunde sind richtige Gummibälle, besonders im jungen Alter. Fremde werden durch Anspringen begrüßt, was ja nicht jeder gerne hat. Womöglich noch bei Matsch und Regen. Besonders für ältere Menschen und Kinder, kann das durch größere Hunde gefährlich werden.

 

Warum reagieren manche Hunde so?

Oftmals springen Hunde uns aus Freude beim Begrüßen an, je nach Körpersprache des Hundes kann das aber auch anders sein.

Freudiges Anspringen: Körpersprache des Hundes sehr weich, und nicht mit voller Kraft, auch nicht durchgehend. Besonders bei Welpen und Junghunden. Da der Mensch es oft bei Welpen noch süß findet, wird es anfangs unbewusst oftmals verstärkt und gefördert durch Loben und Streicheln.

Übersprungsverhalten: Anspringen wird auch oft als Übersrungsverhalten gezeigt, wenn der Stress und die Anspannung beim Hund zu groß wird. Körpersprache nicht mehr weich sondern deutlich angespannt. Oft in Konfliktsituationen, wenn der Hund nicht mehr weiter weiß.

 

Was hilft? Ersatzverhalten trainieren!

 

Überlege was er der Hund statt dem anspringen tun könnte? Ein Ersatzverhalten fällt dem Hund immer leichter, als ein harscher Befehl wie "Nein". 

Trägt der Hund gerne Dinge im Maul? Dann könnte es in diesen Situationen, das Bringen eines Spielzeugs sein. Oder hat er eventuell Spaß an einem Handtouch in Besuchsituationen? Natürlich wäre auch ein freudiges Sitz möglich. Aber aus Erfahrung kann ich sagen, gerade für junge Hunde und Welpen ist es aufgrund der hohen Erregungslage oft noch schwer umsetzbar oder überhaupt aushaltbar. Und der Mensch neigt dazu in aufregenden Situationen dann laut zu werden oder unfair.

 

Alle 4 Pfoten bleiben am Boden

 

Wichtig ist auf jeden Fall, egal welches Ersatzverhalten trainiert wird, alle 4 Pfoten bleiben am Boden! 

Wenn sie nach Hause kommen, und der Hund springt Sie an aus Freude: Ruhig bleiben, nicht durch das eigene Verhalten den Hund "hochfahren". Falls der Hund schon im Anspringen ist, kurz abwenden. Sobald alle 4 Pfoten wieder am Boden sind, Markersignal/Lobwort verwenden und sofort belohnen, danach kann gerne ein Sitzsignal gegeben werden.

  • Alle 4 Pfoten am Boden
  • Markern/Loben und Belohnen
  • Leckerli so geben, dass der Hund unten bleibt
  • Zu Beginn im Training hochfrequent belohnen
  • Dann langsam Marker/Lob hinauszögern
  • Denn Hund nicht durch eigenes Verhalten hochpuschen

Solange man noch im Training ist, sollte der Hund bei Besuchern im Eingangsbereich angeleint sein, damit das Anspringen nicht gefördert wird.

 

Was tun beim Anspringen von Spaziergängern?

 

Hierbei brauchen Sie jemanden der im Training hilft. Anfangs in einem Abstand trainieren, wo der Hund noch ruhig bleiben kann und nicht hochspringt. 

  • Hund am Brustgeschirr und Leine
  • Hilfsperson steht so weit weg, dass er den Menschen bemerkt, aber noch nicht anpringen möchte.
  • Beibt der Hund mit allen 4 Pfoten am Boden, markern/loben und belohnen.
  • Danach kommt die Hilfsperson einen Schritt näher und es wird das richtige Verhalten belohnt.
  • So oft wiederholen, bis der Hund nicht mehr das Anspringen zeigt.
  • Danach steigern, nähere Distanzen, mit ansprechen, Ortswechsel, mit anderen Menschen.

 

Was wenn es nicht funktioniert?

Sind sie vielleicht zu schnell vorgegangen? Schließen Sie das Training immer positiv ab! Besser immer in kurzen Trainingseinheiten! Solange der Hund noch im Training ist, sollte er an der Leine gesichert sein und nicht zu fremden Leuten hinlaufen können! Eventuell steckt auch eine andere Ursache dahinter, wie Schmerzen, Stress usw.

 

Gerne helfe ich weiter!!!

 

 

 

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