Co-Regulation

Veröffentlicht am 29. Dezember 2025 um 09:52

Gefühle und körperliche Reaktionen gegenseitig beeinflussen

Co-Regulation in der Mensch-Hund-Beziehung:
Die Co-Regulation ist ein wichtiges Element der Beziehung zwischen Mensch und Hund.

 

Zwischen Mensch und Hund fließen ständig Signale – oft kaum wahrnehmbar.
Unsere Emotionen wirken unmittelbar auf den Hund, so wie seine Stimmung auf uns wirkt.
Emotionale Co-Regulation bedeutet, dass wir lernen, diese gegenseitige Beeinflussung bewusst wahrzunehmen und zu gestalten.
Wenn wir Ruhe, Sicherheit und Klarheit ausstrahlen, geben wir unserem Hund Halt.
Und genauso dürfen auch wir erkennen, wie sehr auch er uns beruhigen, erden und stärken kann.

Hier noch ein paar Beispiele:

 

  • Soziale Pufferung von Stress: Die enge Bindung zwischen Mensch und Hund bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Die Anwesenheit eines Menschen kann zum Beispiel Stressverhalten bei Hunden reduzieren, dies wird als sozialer Puffereffekt bezeichnet. Die Anwesenheit des Besitzers kann Frustrationsreaktionen beim Hund mindern und die Konzentratinsspanne beim Lernen erhöhen.

 

  • Emotionale Ansteckung: Hunde und Menschen zeigen emotionale Ansteckung, bei der der emotionale Zustand eines Individuums eine ähnliche emotionale Reaktion beim Beobachter auslöst. Laut Studien gleichen sich die Cortisolwerte von Hunden und ihren Besitzern an, was auf eine Übertragung von psychologischem Stress hindeutet. Es wurde auch festgestellt, dass Veränderungen der Herzfrequenz des Besitzers Veränderungen der Herzfrequenz des Hundes vorhersagen können, was auf unmittelbare emotionale Ansteckung und soziales Referenzieren hinweist.

 

  • Verhaltenssynchronisation: Hunde können ihr Verhalten mit dem Menschen synchronisieren, zum Beispiel indem sie sich in die gleiche Richtung bewegen oder ähnliche Aktivitätsmuster zeigen.

 

  • Geruchliche Stresssignale: Hunde können psychologischen Stress bei Menschen durch den Geruch erkennen. Diese Geruchsinformationen können die Kognition und das Lernverhalten des Hundes beeinflussen.

 

Was bedeutet das nun für uns Hundebesitzer?

Wenn wir unserem Hund helfen wollen, müssen wir zuerst an uns selbst arbeiten. Laufe ich vielleicht bei den Gassirunden ständig mit einem Blaulicht am Kopf durch die Welt? Nehme ich meinen Stress aus Alltag und Beruf mit hinaus? Welche Bilder habe ich im Kopf? Wie ist meine Atmung? Meine Körperhaltung? Daran gilt es zu arbeiten!

Gerne helfe ich dir dabei!

 

 

 

 

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